Grüne: Wegweisende Projekte zur nachhaltigen Moorentwicklung und der Nutzung natürlicher Rohstoffe

Grüne Abgeordnete unterwegs im Emsland

Eine Delegation der grünen Landtagsfraktion war gestern (Donnerstag) unterwegs im Emsland. Die Abgeordneten besuchten die Moorgebiete Dalum-Wietmarscher Moor und Meerkolk, das Moormuseum sowie das Klimacenter Werlte. Mit dabei waren der umwelt- und energiepolitische Sprecher Volker Bajus, die wasserpolitische Sprecherin Regina Asendorf und der naturschutzpolitische Sprecher Hans-Joachim Janßen.

Bei einer Fahrt durch das Dalum-Wietmarscher Moor erläuterte Dr. Eberhard Masch, Leiter der staatlichen Moorverwaltung, die Geschichte der Moornutzung im Emsland - vom Emsland-Plan zur Gewinnung landwirtschaftlicher Böden in der Nachkriegszeit bis zum großflächigen Torfabbau. In den letzten Jahrzehnten rückte zunehmend die Bedeutung der Moore als Naturraum in den Fokus.

Der grüne Naturschutzpolitiker Hanso Janßen entdeckte zahlreiche seltene Arten im Moor, darunter die bodenbrütende Feldlerche und den Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze: "Im Dalum-Wietmarscher Moor sehen wir eindrücklich den Übergang vom industriellen Torfabbau zur anschließenden Renaturierung. Die Wiedervernässung von Moorgebieten ist ein Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und des Klimas, hier hat die Moorverwaltung wichtige Pionierarbeit geleistet".

Beim Besuch des Moormuseums betonte der regionale Abgeordnete Volker Bajus die wachsende Bedeutung des Tourismus im Emsland: "Das Moormuseum ist ein Magnet für Besucher aus Deutschland und den Niederlanden. Hier wird ein wichtiger Teil der emsländer Geschichte greifbar - und direkt vor der Tür können Besucher Exkursionen in die unter Schutz gestellten Moorgebieten machen."

Im Anschluss besuchten die grünen Abgeordneten das 3N-Kompetenzzentrum. Die Leiterin, Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, informierte über die vielfältigen Möglichkeiten bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Regina Asendorf aus Laatzen sagte: "3N bietet für Hausbesitzer tolle Beratungsangebote, beispielsweise zu modernen Holzpellet-Heizungen oder zur energetischen Sanierung mit natürlichen Dämmstoffen. Besonders faszinierend fand ich auch den 3D-Drucker, der mit Biokunststoffen aus Paprikafasern arbeitet. Plastik aus Naturfasern statt Erdöl, das ist die Zukunft."



zurück

URL:https://kreistagsfraktion-gruene-emsland.de/startseite/expand/616616/nc/1/dn/1/