Grüne fordern Höchstspannungsleitung mit Augenmaß

Die Kreistagsfraktion der Grünen fordert die Verwaltung des Landkreises auf, die Einsprüche der Kommunen Meppen, Geeste und Lingen gegen die 380KV-Leitung fair und im Interesse der Anwohner zu prüfen. Fraktionsvorsitzender Michael Fuest ist von der Entschlossenheit der Kommunen beeindruckt: "Unabhängig von Parteizugehörigkeiten haben die Gemeinden nach einer Lösung gesucht, bei der nicht von vornherein die Nachteile überwiegen. Es gibt für den Landkreis keinen Grund mehr an seiner ursprünglichen Planung festzuhalten."
Während Meppen Einschränkungen der Entwicklung in den westlichen Orteilen Versen und Fullen befürchtet, stört in Geeste die geplante Trasse die Zukunft von zwei Gewerbegebieten. In Lingen steht die Planung im direkten Widerspruch zum Naturschutzgebiet bei Wachendorf. Die Kreistagsfraktion der Grünen wirft der Landkreisverwaltung vor in Wachendorf ein tatsächlich bestehendes Naturschutzgebiet und seine Erfordernisse zu ignorieren und in Geeste eine Alternativplanung mit vorgeschobenen Vogelschutzargumenten zu behindern. Norbert Knape erwartet im Kreisentwicklungsausschuss hier die Möglichkeit einer Kehrtwende: "CDU-Abgeordnete aus Lingen, Geeste und Meppen haben in der Vergangenheit chaotisch abgestimmt. In den Kommunen hat man bisher anders abgestimmt als im Kreis. Nun liegen aber vernünftige und praktikable Alternativvorschläge auf dem Tisch. Da kann man nicht die Augen verschließen." Die parlamentarischen Gremien der drei Kommunen haben sich einmütig gegen den Landkreisentwurf ausgesprochen und gehen davon aus, dass sogar auch die Betrieberfirma Amprion die Alternative als technisch und naturschutzrechtlich machbar ansieht, daher hoffen die Grünen noch auf ein Umdenken. Norbert Knape:"Vieles spricht gegen den bisherigen Entwutrf, Argumente dafür habe ich noch nicht gehört."
Auch aus zeitlichen Gründen wollen die Grünen einen Beschluss des Kreistages im Sinne der Alternative in diesem Sommer. Michael Fuest: "Wenn die drei Kommunen ihre angekündigte Klage vor die Gerichte bringen, so dauert das wesentlich länger als eine Anpassung des alten Entwurfs. Der Ausbau der Trasse sollte aber zügig vorangehen, damit wir endlich unseren aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom einspeisen können.“

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